Claudia Schaub

Wir sind weiter für Sie da! Teil 2

Meine Bilder<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sh.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>601</div><div class='bid' style='display:none;'>16202</div><div class='usr' style='display:none;'>457</div>

In der Gemeindebeilage April und auf der Homepage haben wir Mitte März informiert, dass sämtliche kirchlichen Veranstaltungen bis zum 19. April abgesagt sind.

In der zweiten April-Hälfte und im Mai sind verschiedene Veranstaltungen geplant, über deren Durchführung wir bereits jetzt entscheiden müssen. Bei der Entscheidung hat sich die Kirchenpflege auf die derzeit geltenden Richtlinien und Empfehlungen des Bundes, des Kantons und der Landeskirche gestützt. Aufgrund dieser ist die Kirchenpflege zum einstimmigen Entscheid gelangt, den Stillstand, also die Absage sämtlicher kirchlicher Veranstaltungen, voraussichtlich bis Ende Mai zu verlängern. Dieser Entscheid ist uns nicht leicht gefallen, da nebst Ostern auch die Konfirmation und die Auffahrts-Veranstaltungen davon betroffen sind, jedoch ist es der einzig sinnvolle Entscheid.
Wir sind weiter für Sie da – das haben wir versprochen und das haben und werden wir halten.

Unser Pfarrer hat mit vielen Helfern einen Einkaufs-Service etabliert, der sich sehr bewährt. Zudem können sich alle, die das möchten, telefonisch unter 056 441 16 39 an unseren Pfarrer wenden. Auch sind verschieden geistliche Video- und Audio-Inputs auf der » Homepage für Sie bereitgestellt.

Am Oster-Samstag von 20.00h bis 24.00h werden wir, der Empfehlung der Landeskirche folgend, Oster-Feuer in Riniken (vor dem Zentrum Lee), Umiken (vor dem Kircheneingang) und in Villnachern (auf dem Parkplatz vor dem Mehrzweckgebäude) entzünden. Wir laden alle ein, im Verlauf des Abends ein Holzscheit ins Feuer zu legen und die eigenen Gedanken und Gebete mit dem österlichen Feuer verschmelzen zu lassen.

Die Kirche bleibt auch weiterhin geöffnet, damit für alle die Möglichkeit besteht, einen Moment der Besinnung, der Geborgenheit und Hoffnung im Hause Gottes erfahren zu dürfen.

Ich danke unsere Landesregierung, dass sie ihr Möglichstes unternimmt, unsere körperliche Gesundheit zu bewahren und uns wirtschaftlich möglichst schadlos zu halten. Die Menschen im Gesundheitswesen kümmern sich aufopfernd um alle Kranken, dass sie baldmöglichst genesen sollen.

Wer kümmert sich aber um meine/unsere geistige Gesundheit? Die Entschleunigung des Alltags und Reduktion der Kontakte bringt für uns sowohl Positives als auch Negatives. Positiv ist, dass wir mehr Zeit zum Reflektieren haben, negativ ist, dass wir mehr Zeit zum Reflektieren haben. Was meine ich damit? Für viele von uns heisst das, dass wir gemeinsam einsam sind. Wir haben Zeit, für einige vielleicht das erste Mal, über uns selbst und unser Leben nachzudenken. Dabei erwachsen die unterschiedlichsten Gefühle und ergeben sich vielleicht auch neue Erkenntnisse und Einsichten. Wer begleitet mich auf diesem emotionalen Weg der Standortbestimmung und Selbsterkenntnis? Wer kann mir Halt, Vertrauen, Sicherheit und Hoffnung bieten. Das können Politiker und «Halbgötter in Weiss» (Ärzte) in nur ganz beschränktem Masse tun. Ich muss diesen Weg selbst gehen, aber ich bin nicht allein. Manche von uns finden Begleitung und Wegweiser in der Kirche, in der Natur und/oder anderen Orten. Einige beten allein oder gemeinsam, andere suchen das Gespräch wieder andere lesen in der Bibel, in Gedichten oder hören Musik. Unter den gegebenen Umständen versuchen wir möglichst viele Angebote für Sie anzubieten. Machen Sie Gebrauch davon und kommen Sie am Oster-Samstag bei einem der Oster-Feuer vorbei. Gönnen Sie sich einen Moment zur Stärkung in der Kirche und/oder kontaktieren Sie unseren Pfarrer.

Gebete und Gedichte besitzen den Zauber, dass sie uns ansprechen können und jede und jeder sie ganz persönlich interpretieren kann. Aus diesem Grund habe ich von den übrigen Mitgliedern der Kirchenpflege den Auftrag erhalten, ein passendes Gebet oder Gedicht vorzuschlagen. In einem Video-Clip einer Bekannten unterlegt sie am Ende mit Musik begleitet das religiöse Abendlied «Der Mond ist aufgegangen» von Matthias Claudius, sicherlich vielen von Ihnen bekannt. Tief bewegt vom Text und seiner Aktualität, habe ich mich entschieden Ihnen das Abendlied mitzugeben. Ich verzichte auf eine persönliche Interpretation, da das Sekretariat bestimmt unzufrieden mit mir ist, weil mein Text wieder zu lang geworden ist und, weil ich Sie herzlich dazu einlade, das Abendlied selbst zu lesen (vielleicht mehrmals) und es auf Sie wirken zu lassen.

Gottes Segen und möge Er uns alle behüten.

Im Namen der Kirchenpflege der Reformierten Kirchgemeinde Umiken
Karl Vischer, Präsident
Bereitgestellt: 03.04.2020     Besuche: 61 Monat 
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